Montag, 6. Mai 2013

Steiner (Antisemit) und Wachendorff (Kostümjüdin) - eine ideale Paarung?

Die kruden Gedanken des bekennenden Rassisten und Antisemiten Rudolf Steiner, die von seinen Anhängern zu dem schön klingenden Wort "Anthroposophie" aufgeblasen wurden, sind das gedankliche Fundament - das Wort "philosophische" zu verwenden wäre dann doch eine Beleidigung der gesamten abendländischen Philosophiegeschichte - der berüchtigten Waldorf-Kindergärten und -Schulen, in denen man vor allem seinen Namen tanzen lernt.

Steiner war übrigens, by the way, auch noch der Ansicht, er sei so eine Art "Messias", und die seiner Religion - der "Theosophie", also einer Abart des Christentums - anhängenden Jünger halten sich für die einzig wahren Christen (was natürlich die anderen christlichen Denominationen, wie die Katholiken, Protestanten, Baptisten oder Jehovas Zeugen also, ebenfalls tun).
"Steiner verwendet antijüdische Stereotype, wie sie aus anderer antijüdischer Polemik bekannt sind, begründet sie aber anthroposophisch. […] Steiners Antijudaismus ist strukturell bedingt – wie auch sein Rassismus. Es geht nicht um physische Vernichtung, aber um Elimination der kulturellen und religiösen Identität. Solche Lehren gab es aus unterschiedlichen Richtungen zu seiner Zeit – sie haben den Antisemitismus in Nazi-Deutschland ideologisch mit vorbereitet." 
Thesenpapier von Dr. Jan Badewien, Antijudaismus bei Rudolf Steiner?, Universität Paderborn, 23.01.02 


Gleich und gleich gesellt sich gern

Das könnte man nun als eine der üblichen und gelegentlich pilzrasenartig wuchernden megalomanen Neurosen zurechnen, wenn da nicht eine gewisse politische Vernutzung beabsichtigt und durchgeführt würde. Ein Beispiel soll hier pars pro toto vorgestellt werden. Es wäre auch weiter nicht der Rede wert, wenn sich da nicht immer wieder lustige Paarungen ergeben würden. Ergeben? Nein, es ergibt sich da nichts, das wird gemacht. Paarungen werden stets aktiv vorgenommen, von mindestens einem der Beteiligten, während der andere stillhält. Hier geht es um die Paarung, genauer gesagt um das beidseitig zwielichtige Paar Irena & Rudolf. Die Aktivität ist übrigens, da Rudolf seit dem 30. März 1925 von uns gegangen ist, durchaus einseitig.


Paarung, Hengst und Schale

Möglicherweise entwickeln sich an dieser Stelle - vorbewußt - bei einigen Lesern gewisse Assoziationen, die zwar nicht beabsichtigt, allerdings aber dann doch völlig unvermeidlich sind. Denn die Schale gehört nun mal zum richtigen Hengst dazu, meint jedenfalls ein gewisser Herr Adelung aus Leipzig:


Die Frage, um die es hier jedoch geht, ist eine andere: wodurch wird eine Kostümjüdin (geistig!) "befruchtet", und zwar ausgerechnet von einem Rassisten und Antisemiten? Oder anders gefragt: warum ist's ausgerechnet ein Waldorf-Kindergarten in Israel, an dem die gerichtsnotorische Lügnerin Wachendorff ihr Herz hängt? Wieso macht sie nicht einfach bei Neve Shalom mit, einem sehr viel älteren, bekannteren und erfolgreicheren Projekt von interkultureller Koedukation? 

Nein, es mußte eben Waldorf sein. Das ist der Punkt. 


Wenn der "Münsteraner Hengst" ins politische Spiel kommt 

Der Chronist versuchte, wenigstens einmal nett zu sein, indem er nämlich darauf hinwies, daß die zutrauliche Hinwendung des Polenz an die Wachendorff gerade keine sexuelle Komponente haben dürfte, indem er nämlich schrieb: 
Eigens zur Ehrenrettung einer verarmten, traurigen und mutmaßlich postmeno-pausalen Figur und ihrer dubiosen Spendenaktivitäten, schmeißt sich der Münsteraner Hengst in Schale und lässt sich, unter mutmasslicher Verletzung der Persönlichkeitsrechte kleiner Kinder (s. Bild links), für die Belange der Frau IW und der Ziele ihrer Genossen ablichten. Die Gesichter der Kinder medienwirksam auf seiner berühmten Facebook-Pinnwand zu veröffentlichen war dann der bislang letzte Akt seiner prosemitischen Handlungen. Das ist kein Antisemitismus! Das kann allerhöchstens als westfälische Kadavertreue bezeichnet werden! 
(Originalzitat (incl. Hervorhebung und Verknüpfungen!) von Dr. Adam Poznanski, ut aliquid fiat, < Polenz der "Judeniker" > 

Der Satz ist so schön, daß man ihn - zumal er der zuletzt übriggebliebene Punkt eines gigantischen Schauprozesses ist, der gerade in Goethes Frankfurt stattfindet - durchaus noch einmal zitieren kann: "...zur Ehrenrettung einer verarmten, traurigen und mutmaßlich postmeno-pausalen Figur und ihrer dubiosen Spendenaktivitäten, schmeißt sich der Münsteraner Hengst in Schale...".

Dieser Satz dürfte noch viele Generationen von Germanistikstudenten beschäftigen und erfreuen! Pingelig, wie ich nun einmal bin, nehme ich aber noch das überflüssige falsche Komma heraus und trenne den medizinischen terminus technicus anders, nämlich gar nicht:  "...zur Ehrenrettung einer verarmten, traurigen und mutmaßlich postmenopausalen Figur und ihrer dubiosen Spendenaktivitäten schmeißt sich der Münsteraner Hengst in Schale..."; so ist das wirklich perfekt, besser kann man es kaum sagen.


Wann ist etwas eine Beleidigung? 

Heerscharen gut bezahlter Juristen und gesetzgebender Parlamentarier haben es noch nicht vermocht, diese Frage endgültig zu klären. Überlassen wir das also getrost dem BGH und dem Deutschen Bundestag. Fakt allerdings ist, daß die Kostümjüdin Irena Wachendorff sich - so ihre Aussage als Zeugin, also wahrheitsgemäß! - keinesfalls durch das epitheton ornans "postmenopausal" beleidigt gefühlt haben will (die Dame wird demnächst 52 Jahre alt), sondern allein durch das Wort "Hengst". So jedenfalls steht's im Gerichtsprotokoll (wenn es mit rechten Dingen zugeht in Frankfurt). Dieses Wort bezog sich allerdings - wie man aus rein physiologischen Fakten leicht erschließen kann - auf den CDU-MdB Polenz aus dem Münsterland (Pferde! Hengste!).

Wenn die Verteidigung ausgeschlafen ist, wird sie schon von allein darauf gekommen sein, daß das Gericht in Frankfurt offenbar ganz dringend der Unterstützung eines literarisch beschlagenen (Pferde! Hufe!) und philologisch kompetenten Gutachters bedarf, um die etwas unprofessionell geschriebene Klageschrift und noch mehr die Ausführungen der Verteidigung verstehen und würdigen zu können.

Und die eigentlich zu beantwortende Frage ist nicht die nach einer Beleidigung, die gar keine ist, sondern einzig und allein diese: wieso "muß" eine verlogene Kostümjüdin aus möglicherweise neurotischem Zwang Israel "retten"? Und wieso ausgerechnet auch noch mit einem Projekt der okkulten, esoterischen, rassistischen und antisemitischen Steiner-Tradition?


(Fortsetzung folgt)



postscriptum 

Aus gegebenem Anlaß wird darauf hingewiesen, daß dieser Text u.a. unter dem Schutz des Kunstvorbehalt des Grundgesetzes Art. 5, 3 steht:




Kommentare:

  1. "...der berüchtigten Waldorf-Kindergärten und -Schulen, in denen man vor allem seinen Namen tanzen lernt."
    Meine Tastatur ist vor Lachtränen abgesoffen wie Christiane S. vom Bahnhof Hannover, als ich mir Graulöckchen bei Palucca-Ausdruckstanz vorstellte.

    http://www.youtube.com/watch?v=glkjwKlTCME

    AntwortenLöschen
  2. Marcus Prebridge: Eine informative Seite habe ich hier gefunden: http://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/steiner-7.htm

    Daraus folgender Abschnitt:
    "Ein Jahr zuvor hatte Steiner, wohl bezugnehmend auf ein Gespräch mit dem Zionisten Hugo Bergmann, seine assimilationistische Einstellung noch einmal bekräftigt: "Die Juden", so der Referent, könnten "nichts Besseres vollbringen als auf[zu]gehen in der übrigen Menschheit, sich [zu] vermischen mit der übrigen Menschheit, so dass das Judentum als Volk einfach aufhören würde. Das ist dasjenige, was ein Ideal wäre. Dem widerstreben heute noch viele jüdische Gewohnheiten – und vor allen Dingen der Hass der anderen Menschen. Und das ist gerade dasjenige, was überwunden werden müsste.""

    Aus diesem Kommentar Steiners wird ersichtlich, dass er eine antizionistische Einstellung vertritt, wie man sie auch von heutigen Antizionisten her kennt. Auflösung des jüdischen Volkes und Aberkennung der nationalen Identität zum Staate Israel.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Forderung nach Assimilation - wohl gemerkt: es geht nicht um Integration, die ist unkompliziert! - gehörte stets schon zur Grundforderung der Antisemiten und Judenhasser.

      "Hört auf, Juden zu sein!", das läßt sich physisch organisieren oder eben auch psychisch-mental. Der okkulte Esoteriker Rudolf Steiner hat Auschwitz vor-gedacht.

      Löschen
  3. "...zur Ehrenrettung einer verarmten, traurigen und mutmaßlich postmenopausalen Figur und ihrer dubiosen Spendenaktivitäten schmeißt sich der Münsteraner Hengst in Schale..."

    @ Adam: Das ist wirklich sehr sehr SEHR schön geschrieben!

    @ Kay: thumbs up! :)

    AntwortenLöschen
  4. "...der berüchtigten Waldorf-Kindergärten und -Schulen, in denen man vor allem seinen Namen tanzen lernt."
    Meine Tastatur ist vor Lachtränen abgesoffen wie Christiane S. vom Bahnhof Hannover, als ich mir Graulöckchen bei Palucca-Ausdruckstanz vorstellte.

    Kann man Lügen tanzen ohne zu straucheln?

    Herrlich,lache seit Tagen Tränen.
    @ Kay & Dr. Poznanski: Einfach genial!! ;-)

    AntwortenLöschen
  5. Mich hatte eigentlich schon immer gewundert, warum die Wachtel so besessen von der Waldorf-Pädagogik zu sein, und warum sie die als "Jüdin" so sehr auf israelische Kinder zwingen wollte mit "Ein Bustan", wenn man bedenkt dass es ja eh schon viele gemischt arabisch-jüdische Schulen und Kindergärten in Israel gibt....

    AntwortenLöschen